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Wärmeschutz Fenster:
Wann sich eine Investition lohnen kann

Steigende Heizkosten und der Wunsch nach mehr Wohnkomfort bringen viele zum Thema Fenster. Moderne Wärmeschutzfenster können den Energieverbrauch senken und die Wohnqualität verbessern.

Doch was macht Wärmeschutzfenster so besonders und warum lohnt sich die Investition langfristig? In diesem Artikel erfahren Sie alles über die wichtigsten Vorteile, technische Details und Fördermöglichkeiten.

fenster koennen mehr warmedaemmung

Was sind Wärmeschutzfenster?

Wärmeschutzfenster sind Fenster mit einer speziellen Isolierverglasung, die dazu konzipiert wurden, Wärmeverluste zu minimieren. Mit mehreren optimierten Glasschichten (z. B. 2-fach- oder 3-fach-Verglasung), gasgefüllten Zwischenräumen und Spezialbeschichtungen bieten sie eine deutlich bessere Dämmleistung als herkömmliche Fenster.

Warum Wärmeschutzfenster so wichtig sind

  • Fenster gehören zu den größten Energie-Schwachstellen eines Hauses: 15–25 % der Wärmeverluste eines Gebäudes entfallen auf schlecht isolierende Fenster.
  • Mit modernen Wärmeschutzfenstern können diese Verluste erheblich reduziert werden.

 

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Die wichtigsten Vorteile von Wärmeschutzfenstern

1. Weniger Wärmeverlust

Wärmeschutzfenster halten die Heizwärme dort, wo sie hingehört: im Raum. Wie viel Energie Sie dadurch tatsächlich einsparen, hängt vom Zustand Ihrer alten Fenster, vom Gebäude und vom Heizsystem ab.

Ein Beispiel zur Veranschaulichung:

  • Altbau mit Einfachverglasung: U-Wert ca. 5,0 W/m²K – sehr hoher Wärmeverlust.
  • Modernes Wärmeschutzfenster mit BEG-Förderung: U-Wert kleiner 0,95 W/m²K – sehr gute Dämmwirkung.

Je niedriger der U-Wert, desto weniger Wärme geht über das Fenster verloren.

fenster koennen mehr grosses fenster

2. Verbesserung der Wohnqualität

Wärmeschutzfenster sorgen nicht nur für Einsparungen, sondern auch für ein komfortables Wohnklima:

  • Weniger Zugluft: Dichte Fenster verringern Zugluft am Fenster.
  • Lärmschutz: Wärmeschutzfenster können in Kombination mit Schallfolien ergänzend auch eine zusätzliche Schalldämmung bieten.
  • Weniger Tauwasser: Das senkt das Schimmelrisiko.
  • Einbruchhemmung: Ergänzende Beschlagkomponenten oder Sicherheitsverglasung erhöhen den Widerstand gegen Einbruchversuche 

3. Geringerer Heizenergiebedarf

Wärmeschutzfenster senken durch ihre bessere Dämmung den Heizenergiebedarf. Laut einer gemeinsamen Studie von Verband Fenster + Fassade und Bundesverband Flachglas spart der Austausch veralteter Fenster gegen moderne Dreifachverglasung mit Wärmedämmglas (Uw = 0,95 W/(m²K)) je nach Zustand der alten Fenster zwischen rund 176 und 491 kWh Energie pro Fenstereinheit (1,69 m²) und Jahr.

Geöffnetes Fenster mit weißem Rahmen vor grünem Laub

Welche Typen von Wärmeschutzfenstern gibt es?

2-Fach-, 3-Fach- , Dünnglas oder Vakuum-Isolierglas?

Wärmeschutzfenster sind beim Glasaufbau in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich. Die passende Wahl hängt von den Anforderungen an Isolation und Energieeffizienz ab:

2-fach-Verglasung:

der U-Wert ist größer 0,95 W/m²K. Damit entfallen Möglichkeiten der BEG- oder ggf auch anderer Förderungen. Die Energieeffizienz ist schlechter. Das Gewicht der Fenster einschließlich Glas ist kleiner: Geeignet meist für Altbauten oder Gebäude mit geringen energetischen Anforderungen (Achtung: gesetzliche Mindestanforderung ist dennoch 1,3 W/m²K).

3-fach-Verglasung:

Diese Verglasung bringt U-Werte besser als 0,95 W/m²K und ist daher nach der BEG förderfähig. Für Neubauten sollte das Standard sein. Bei umfassenden energetische Sanierungen der gesamten Gebäudehülle ist 3-fach-Verglasungen ebenfalls sinnvoll. 

Dünnglas:

Mit Dünngläsern können in Kombination mit Dreifachverglasungen sehr gute Uw-Werte erreicht werden, die auch unter 0,95 W/m²K und damit im förderfähigen Bereich liegen. Durch die geringeren Glasgewichte eignen sich diese Lösungen besonders für die Sanierung im Altbau.

 

Wichtig für den Einsatz im Baubereich: Als Dünnglas gelten Gläser unter 2 mm Dicke. Die DIN 18008 (Bemessung und Konstruktion von Glas im Bauwesen) gilt erst ab einer Glasdicke von 2 mm. Für dünnere Gläser ist eine gesonderte bauaufsichtliche Zulassung erforderlich. Dieser Aspekt muss bei Planung und Ausschreibung frühzeitig berücksichtigt werden.

 

Die Technologie ist noch vergleichsweise kostenintensiv, entwickelt sich aber weiter.

Vakuum-Isolierglas:

Diese hochisolierenden Verglasungen eignen sich für die Aufarbeitung oder Sanierung von meist bestehenden Kasten- oder denkmalgeschützten Fenstern. Sie haben sehr gute Dämmwerte und sind dünn und leicht. Derartige Konstruktionen sind derzeit allerdings noch sehr teuer.

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g-Wert und U-Wert: Technische Hintergründe einfach erklärt


Damit Sie Wärmeschutzfenster richtig beurteilen können, sollten Sie die wichtigsten Messgrößen kennen:

g-Wert: Dieser Wert misst die Durchlässigkeit von Sonnenenergie, also den Gesamtenergiedurchlass. Ein hoher g-Wert bewirkt dass die passive Sonnenwärme, besonders in den Wintermonaten die Innenräume zusätzlich erwärmt. Ein niedriger g-Wert (meist bei Sonnenschutzverglasungen) bewirkt, dass im Sommer eine Aufheizung durch Sonneneinstrahlung vermieden wird.

Tipp: Der g-Wert ist bei Neubau und Sanierung wichtig. Je nach Himmelsausrichtung und individueller Priorität sollte im Einzelfall die Entscheidung hier mit dem Fachunternehmen festgelegt werden

U-Wert: Er gibt an, wie stark durch ein Fenster Wärme verloren geht. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Dämmwirkung. Seit 1995 gibt Wärmeschutzschichten bei Fenstern, die bewirken, das U-Werte besser 1,3 W/m²K erreicht werden. Ein Wert unter 0,95 W/m²K ist aktuell förderfähig und meist meist nur mit 3-fach-Verglasung erreichbar.

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Investition und Förderung: Wie Wärmeschutzfenster bezahlbar werden

Warum Wärmeschutzfenster eine lohnende Investition sind

Auf den ersten Blick erscheinen Wärmeschutzfenster als teure Anschaffung. Beispielsweise liegen die Kosten für einer hochwertiges 3-fach verglastes Fenster deutlich über dem von 2-fach verglasten FensternStandardvarianten. Förderprogramme können einen Teil der Mehrkosten abfedern. Wie viel Energie neue Fenster je nach Ausgangslage einsparen können, zeigt die Studie „Energie sparen mit neuen Fenstern“ von VFF und Bundesverband Flachglas. Mehr zur Studie

Fördermöglichkeiten im Überblick

In Deutschland stehen zahlreiche staatliche Förderungen zur Verfügung, die den Kauf und die Installation von Wärmeschutzfenstern im Neubau und der Sanierung unterstützen:

  • KfW-Förderbank: Die Kreditanstalt für Wiederaufbau bietet meist zinsgünstige Kredite für Neubauten oder Gesamtsanierungsmaßnahmen innerhalb der BEG-Förderung und direkte Zuschüsse für energetische Sanierungsvorhaben.
  • BAFA-Zuschüsse: Einzelmaßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz – wie der Austausch von Fenstern – werden durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit direkten Zuschüssen von bis zu 20% unterstützt.
  • Steuerliche Förderung nach § 35c EStGEstG: Alternativ zur BEG Förderung können 20% der Sanierungskosten im Rahmen einer Fachunternehmerbescheinigung mit der Steuerschuld verrechnet werden.

Finden Sie schnell die richtige Förderung

Nutzen Sie unseren VFF Fördermittel Assistenten und entdecken Sie auf einfache Weise, welche Förderprogramme zu Ihrem Vorhaben passen. Dieser ist kostenfrei und gibt eine Übersicht über viele Fördermöglichkeiten im Neubau und der Sanierung sowohl des Bundes als auch der Länder und Kommunen.
 

Zum VFF Fördermittel-Assistenten

FAQ:
Häufige Fragen zu Wärmeschutzfenstern

 

Wie erkenne ich Wärmeschutzfenster?

Achten Sie auf diese Merkmale: 

  • CE-Kennzeichen oder Zertifikate: Jedes Fenster bekommt eine CE-Kennzeichnung mit allen für die Konstruktionen wichtigen technischen Eigenschaften wie U-Wert und g-Wert. Kennzeichnungen wie das RAL-Gütezeichen sichern ergänzend auch die Ausführungsqualität der Herstellung und Montage durch regelmäßige Eigen- und Fremdüberwachungen der Betriebe ab.
Reicht es, nur einzelne Fenster zu tauschen?

Einzelne Fenster können erneuert werden, z. B. in stärker genutzten oder besonders zugigen Räumen. Wenn möglich, empfiehlt sich jedoch ein kompletter Fensteraustausch, um die Gesamtisolation des Hauses zu verbessern.

Ist der Einbau aufwendig?

Nein, in den meisten Fällen lässt sich der Fenstertausch schnell und sauber umsetzen. Je nach Einbausituation dauert der Austausch eines Fensters häufig nur 1 bis 3 Stunden. Bei Sonderlösungen oder anspruchsvolleren baulichen Gegebenheiten kann der Aufwand etwas höher sein.

Fazit: Wärmeschutzfenster – Ein kluger Schritt

Wärmeschutzfenster bieten viele Vorteile: weniger Wärmeverluste über die Fensterflächen, ein verbessertes Wohnklima und weniger Schimmelrisiko.

Staatliche Förderprogramme können die Investition leichter finanzierbar machen. Berechnen Sie jetzt Ihre Einsparmöglichkeiten oder kontaktieren Sie einen qualifizierten Fachbetrieb, um Ihr Zuhause zukunftssicher zu machen.

 

 

Wie sich das konkret in der Heizkostenabrechnung bemerkbar macht, zeigt der Beitrag Heizkosten sparen mit modernen Fenstern.

Konkret gefördert wird der Fenstertausch über die Zuschussförderung BEG mit bis zu 20 Prozent, inklusive der zusätzlichen 5 Prozent über den iSFP-Bonus.

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