U-Wert, Beschlag, Wärmeschutzglas – beim Fensterkauf begegnen Ihnen viele Fachbegriffe. Doch was bedeuten sie wirklich? Und worauf kommt es für Sie persönlich an? Unser Lexikon erklärt die wichtigsten Begriffe kurz und verständlich – damit Sie besser einschätzen können, was Sie wirklich brauchen und worauf Sie achten sollten.
Von A wie Anschlagdichtung bis Z wie Zweischeiben-Isolierglas: Hier finden Sie klare Antworten statt komplizierter Definitionen. Damit Sie nicht nur durchschauen, sondern auch durchblicken.
Das bewegliche Element eines Rollladens, das aus einzelnen Lamellen oder Stäben (Panzer) besteht. Der Behang lässt sich hoch- und herunterfahren und schützt vor Licht, Hitze, Kälte und Einbruch.
Hauchdünne, unsichtbare Schicht auf dem Glas, die gezielt Wärme reflektiert oder Sonnenstrahlung reduziert. Je nach Art der Beschichtung sparen Sie Heizenergie (Low-E) oder halten Ihr Zuhause im Sommer kühler (Sonnenschutzglas).
Die Technik im Fensterrahmen, die das Öffnen, Schließen und Kippen ermöglicht. Moderne Beschläge bieten auch Einbruchschutz und sorgen dafür, dass Ihr Fenster dicht schließt – wichtig für Energieeffizienz und Komfort.
Der feststehende Rahmen, der fest in der Wand verankert ist. In ihm sind die beweglichen Fensterflügel eingehängt. Der Blendrahmen trägt das gesamte Fenster und bildet die Verbindung zur Gebäudehülle.
Der Rahmen zwischen den Glasscheiben einer Mehrfachverglasung. Er hält die Scheiben im richtigen Abstand zueinander und ist häufig mit Trocknungsmittel gefüllt, das Feuchtigkeit im Scheibenzwischenraum verhindert. Moderne „warme Kanten" verbessern die Wärmedämmung am Glasrand.
Sicherheitsglas mit eingebauten Sensoren oder leitfähigen Drähten, das bei Glasbruch ein Alarmsignal auslöst. Schützt zusätzlich vor Einbruch und wird oft in Kombination mit Sicherheitsbeschlägen eingesetzt.
Jedes Element (z. B. Rollladen, Jalousie) wird einzeln per Schalter, Fernbedienung oder App bedient – ohne zentrale Verbindung. Ideal für nachträgliche Automatisierung einzelner Fenster.
Verglasung aus drei Glasscheiben mit zwei Scheibenzwischenräumen, oft gefüllt mit Edelgas. Bietet hervorragende Wärmedämmung (niedriger U-Wert) und ist heute Standard im Neubau und bei energetischen Sanierungen.
Speziell gehärtetes Glas, das bei Bruch in viele kleine, stumpfe Krümel zerfällt statt in scharfe Scherben. Reduziert Verletzungsgefahr und wird z. B. bei bodentiefen Fenstern oder Glastüren eingesetzt.
Dokument, das den energetischen Zustand eines Gebäudes bewertet. Zeigt, wie viel Energie für Heizung und Warmwasser benötigt wird. Beim Verkauf oder der Vermietung von Immobilien gesetzlich vorgeschrieben.
Frühere gesetzliche Regelung (bis 2020), die Mindestanforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden festlegte. Wurde durch das Gebäudeenergiegesetz (GEG) abgelöst, das Heizung, Dämmung und erneuerbare Energien zusammenführt.
Oberbegriff für alle ebenen Glasscheiben, die im Bauwesen verwendet werden – vom einfachen Fensterglas bis zur Hightech-Verglasung. Wird in verschiedenen Verfahren hergestellt, heute meist als Floatglas.
Das am häufigsten verwendete Basisglas für Fenster. Es wird im Floatverfahren hergestellt: flüssiges Glas „schwimmt" auf geschmolzenem Zinn und erstarrt zu einer glatten, verzerrungsfreien Scheibe.
Textiler Sichtschutz mit gefalteter Struktur, der sich flexibel zusammenschieben lässt. Kann von oben, unten oder beidseitig bedient werden und eignet sich besonders für schräge oder spezielle Fensterformen.
Der bewegliche Teil des Fensters, der sich öffnen, kippen oder drehen lässt. Der Flügel ist über Scharniere (Bänder) und den Beschlag mit dem feststehenden Blendrahmen verbunden.
Klassischer Sonnenschutz aus Holz, Aluminium oder Kunststoff, der seitlich vor dem Fenster angebracht ist. Lässt sich aufklappen und schützt vor Sonne, Hitze und neugierigen Blicken – mit charmantem, traditionellem Look.
Gibt an, wie viel Sonnenenergie durch die Verglasung ins Innere gelangt (Gesamtenergiedurchlassgrad). Ein hoher g-Wert bedeutet viel solare Wärme – gut im Winter. Ein niedriger g-Wert schützt im Sommer vor Überhitzung.
Strukturiertes oder gemustertes Glas, das durch Gießen oder Walzen hergestellt wird. Bietet Sichtschutz bei gleichzeitiger Lichtdurchlässigkeit und wird oft in Badezimmern oder Treppenhäusern eingesetzt.
Beschichtungsverfahren, bei dem die wärmedämmende Schicht während der Glasherstellung aufgebrannt wird. Die Beschichtung ist sehr hart und widerstandsfähig, wird aber zunehmend von moderneren Soft-Coating-Verfahren abgelöst.
Ältere Bezeichnung für Mehrscheiben-Verglasung, bei der zwei oder mehr Glasscheiben mit einem luftgefüllten Zwischenraum kombiniert werden. Heute spricht man von Wärmedämmglas, da moderne Verglasungen deutlich effizienter sind.
Sonnenschutz aus waagerechten, verstellbaren Lamellen (meist aus Aluminium). Die Lamellen lassen sich kippen, um Lichteinfall und Sichtschutz zu regulieren, und komplett hochfahren. Jalousien können innen oder außen montiert werden.
Waagerechte Unterteilung im Fensterrahmen, die große Fensterflächen in mehrere Bereiche gliedert. Schafft Stabilität und ermöglicht unterschiedliche Öffnungsarten in einem Fenster (z. B. oberer Teil fest, unterer Teil zum Öffnen).
Wärmetransport durch Luftbewegung. Warme Luft steigt auf, kalte sinkt ab – so entsteht eine Zirkulation. Im Scheibenzwischenraum von Fenstern wird Konvektion durch Edelgasfüllung reduziert, um Wärmeverluste zu minimieren
Veraltete Bezeichnung für den Wärmedurchgangskoeffizienten. Wurde durch den U-Wert ersetzt, der heute Standard ist und angibt, wie viel Wärme durch ein Bauteil verloren geht.
Die seitlichen, oberen und unteren Wandflächen der Fensteröffnung. Eine fachgerechte Dämmung der Laibung ist wichtig, um Wärmebrücken zu vermeiden und Schimmelbildung vorzubeugen.
Gibt an, wie viel sichtbares Licht durch die Verglasung ins Rauminnere gelangt. Je höher der Wert, desto heller wird der Raum – wichtig für Wohnkomfort und Tageslichtnutzung.
Glas mit einer speziellen Beschichtung (Low Emissivity = niedrige Emission), die Wärmestrahlung reflektiert. Hält die Heizwärme im Winter drinnen und senkt so Ihre Heizkosten spürbar.
Kontrollierter Luftaustausch, um Feuchtigkeit, Schadstoffe und CO₂ abzuführen. Moderne Fenster sind so dicht, dass regelmäßiges Lüften oder eine Lüftungsanlage nötig ist – für gute Raumluft und Schimmelschutz.
Ausfahrbarer Sonnenschutz aus Stoff, der Terrasse, Balkon oder Fenster beschattet. Schützt vor UV-Strahlung und Hitze, lässt sich bei Bedarf einfahren und gibt es in vielen Farben und Ausführungen (Gelenk-, Kassetten-, Senkrechtmarkise).
Nachträglicher Einbau oder Ergänzung von Fenstern, Sonnenschutz oder Sicherheitstechnik in bestehenden Gebäuden. Beispiel: Rollläden, einbruchhemmende Beschläge oder smarte Steuerungen an vorhandenen Fenstern anbringen.
Verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen – bei Fenstern bedeutet das: langlebige Materialien, energieeffiziente Verglasung, recycelbare Rahmen und Produktion mit geringem CO₂-Ausstoß. Gut für Umwelt und Geldbeutel.
Beschreibt, wie sich ein Fenster bedienen lässt: Dreh, Kipp, Dreh-Kipp, Schwing, Klapp, Schiebe oder feststehend. Die Wahl hängt von Raumgröße, Nutzung und persönlichen Vorlieben ab.
Anderer Begriff für den Rollladenbehang – das bewegliche Element, das aus miteinander verbundenen Lamellen oder Stäben besteht und sich auf- und abrollen lässt.
Senkrechte Unterteilung im Fensterrahmen, die große Fensterflächen gliedert oder mehrere Fensterflügel voneinander trennt. Sorgt für Stabilität und ermöglicht individuelle Gestaltung.
Kennzahl für Wärmeverluste am Übergang zwischen Glas und Rahmen (Randverbund). Ein niedriger Psi-Wert bedeutet weniger Wärmebrücke – moderne „warme Kanten" verbessern diesen Wert deutlich.
Zähe Kunststofffolie, die zwischen zwei Glasscheiben einlaminiert wird und so Verbundsicherheitsglas (VSG) entsteht. Bei Glasbruch haften die Scherben an der Folie – das erhöht Sicherheit und Einbruchschutz.
Das Material, aus dem der Fensterrahmen besteht: Kunststoff, Holz, Aluminium oder Kombinationen davon. Jedes Material hat eigene Vorteile bei Dämmung, Pflege, Optik und Langlebigkeit.
Außenliegende Jalousie mit breiten, stabilen Lamellen aus Aluminium. Bietet effektiven Sonnenschutz, Blendschutz und Privatsphäre. Die Lamellen lassen sich stufenlos neigen und die gesamte Anlage hochfahren.
Qualitätssiegel, das hohe Standards bei Fertigung, Material und Montage garantiert. Fenster und Türen mit RAL-Gütezeichen wurden von neutralen Prüfstellen kontrolliert – ein Zeichen für geprüfte Qualität.
Die Verbindung am äußeren Rand der Verglasung, wo Abstandhalter, Dichtungen und Versiegelung zusammentreffen. Ein gut ausgeführter Randverbund verhindert Feuchtigkeitseintritt und Wärmeverluste.
Spezielle Verglasung, die Außengeräusche deutlich reduziert. Durch unterschiedliche Scheibendicken, spezielle Folien oder größere Scheibenzwischenräume wird Schall effektiv gedämmt – ideal an viel befahrenen Straßen.
Der Abstand zwischen den Glasscheiben einer Mehrfachverglasung. Meist mit Edelgas (Argon, Krypton) gefüllt, um Wärmeverluste durch Konvektion und Wärmeleitung zu minimieren.
Unterer Abschluss des Fenster- oder Türrahmens. Moderne Lösungen bieten barrierefreie, schwellenlose Übergänge bei gleichzeitig guter Abdichtung gegen Wasser und Zugluft.
Überbegriff für Glas mit erhöhter Sicherheit: Einscheibensicherheitsglas (ESG) oder Verbundsicherheitsglas (VSG). Reduziert Verletzungs- und Einbruchgefahr und wird je nach Anforderung eingesetzt.
Kostenlose Wärmeenergie, die durch Sonneneinstrahlung durchs Fenster ins Haus gelangt. Im Winter erwünscht (spart Heizkosten), im Sommer kann es zur Überhitzung führen – dann hilft außenliegender Sonnenschutz.
Alle Systeme, die vor Sonne, Hitze und Blendung schützen: Rollläden, Raffstores, Jalousien, Markisen, Plissees oder Sonnenschutzglas. Außenliegender Sonnenschutz ist am effektivsten.
Verglasung mit spezieller Beschichtung, die einen Teil der Sonnenstrahlung reflektiert oder absorbiert. Hält Räume im Sommer kühler, kann aber im Winter solare Zugewinne reduzieren.
Horizontale oder vertikale Teilungen im Fenster, die die Glasfläche gliedern. Können echte Unterteilungen sein (zwischen den Scheiben oder aufgesetzt) oder nur aufgeklebt – vor allem aus gestalterischen Gründen beliebt.
System zur Bedienung von Sonnenschutz, Lüftung oder Fenstern: manuell (Kurbel, Schalter), elektrisch (Motor mit Fernbedienung/App) oder automatisch (zeit-, sonnen- oder windgesteuert).
Verbindungsprofil zwischen zwei Fenster- oder Türflügeln ohne sichtbaren Mittelpfosten. Ermöglicht eine breitere, freie Durchgangsöffnung und eine elegante Optik, z. B. bei Terrassentüren.
Granulat (meist Silikate oder Molekularsiebe) im Abstandhalter, das Restfeuchtigkeit im Scheibenzwischenraum bindet. Verhindert Kondenswasser zwischen den Scheiben und erhält die Funktion der Verglasung dauerhaft.
Der Wärmedurchgangskoeffizient – die wichtigste Kennzahl für Wärmedämmung. Je niedriger der U-Wert (in W/m²K), desto weniger Wärme geht verloren. Es gibt U-Werte für Glas (Ug), Rahmen (Uf) und das gesamte Fenster (Uw).
Zwei oder mehr Glasscheiben, die durch eine reißfeste Folie (PVB) miteinander verbunden sind. Bei Bruch bleiben die Scherben an der Folie haften – das schützt vor Verletzungen und erschwert Einbrüche erheblich.
Stelle in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen entweicht – z. B. an schlecht gedämmten Fensterlaibungen oder Rahmenübergängen. Kann zu Schimmel und höheren Heizkosten führen.
Moderne Mehrscheibenverglasung mit Edelgasfüllung und Low-E-Beschichtung. Hält die Wärme im Raum, spart Heizenergie und sorgt für behagliche Raumtemperaturen – heute Standard im Neubau.
Siehe U-Wert – beschreibt, wie viel Wärmeenergie durch ein Bauteil verloren geht. Zentrale Größe für Energieeffizienz und Förderfähigkeit.
Abstandhalter aus Material mit geringer Wärmeleitfähigkeit (z. B. Kunststoff, Edelstahl). Reduziert Wärmeverluste am Glasrand, verbessert den Uw-Wert und senkt das Risiko von Tauwasser und Schimmel.
Wärmetransport durch feste Materialien. Glas und Metall leiten Wärme gut, moderne Dämmmaterialien und Edelgasfüllungen schlecht – daher sind sie ideal für energieeffiziente Fenster.
Bezeichnung für alle Arten, wie Wärme übertragen wird: durch Wärmeleitung, Wärmestrahlung und Konvektion. Moderne Fenster sind so konstruiert, dass alle drei Mechanismen minimiert werden.
Alle Kennzahlen, die die Energieeffizienz von Fenstern beschreiben: U-Wert, g-Wert, Psi-Wert. Sie helfen beim Vergleich und zeigen, wie viel Energie Sie durch neue Fenster sparen können.
Übertragung von Wärme durch elektromagnetische Strahlung (Infrarot). Low-E-Beschichtungen reflektieren diese Strahlung zurück in den Raum und reduzieren so Wärmeverluste durchs Fenster.
Synonym für Wärmedämmglas – Verglasung mit verbesserter Dämmwirkung durch Beschichtungen, Edelgasfüllung und optimierten Aufbau. Spart Heizkosten und erhöht den Wohnkomfort.
Einteilung von einbruchhemmenden Fenstern und Türen nach ihrer Sicherheit (RC 1 bis RC 6, früher WK). Je höher die Klasse, desto länger hält das Fenster einem Einbruchversuch stand. Für Privathaushalte wird meist RC 2 oder RC 3 empfohlen.
Alle Sonnenschutz- oder Lüftungselemente werden über ein zentrales System (z. B. Smart-Home-Zentrale, App) gemeinsam gesteuert. Ermöglicht Zeitprogramme, automatische Reaktionen auf Wetter und komfortable Bedienung.
Dichtung zwischen Fensterflügel und Blendrahmen, die beim Schließen gegen den Rahmen gedrückt wird. Sie verhindert Zugluft, Feuchtigkeit und Lärm – wichtig für Dichtheit und Energieeffizienz Ihres Fensters.
Verglasung aus zwei Glasscheiben mit gasgefülltem Zwischenraum. War bis etwa 1995 Standard, wurde aber durch die deutlich effizientere Dreifachverglasung abgelöst und entspricht nicht mehr heutigen Energiestandards.