Frankfurt am Main, 7. Oktober 2026. Bunte Blätter, nasse Tage – im Herbst lässt stürmisches Wetter nicht lange auf sich warten. Wenn dann der Wind ums Haus pfeift, sind nicht nur die Fenster, sondern auch die Sonnenschutzsysteme den Kräften des Windes ausgesetzt. Wie man die Fenster schützt und ob Markise und Co bei Sturm am besten aus- oder eingefahren werden, erklärt der Verband Fenster + Fassade (VFF).
„Wenn ein Sturm aufzieht, sollte zuerst darauf geachtet werden, dass Markise, Raffstore und Co. selbst keinen Schaden nehmen. Je nach System bedeutet das: rechtzeitig einfahren oder in die vom Hersteller vorgesehene Schutzstellung bringen. Einige Sonnenschutzsysteme können bei entsprechender Auslegung aber auch geschlossen bleiben und dann sogar das Fenster zusätzlich vor Hagel oder herumfliegenden Gegenständen schützen. Entscheidend sind deshalb immer die Herstellerangaben zur Windstabilität“, erklärt VFF-Geschäftsführer Frank Lange die Grundregeln.
Doch was heißt das konkret, wenn sich ein Sturm ankündigt? Der VFF gibt einen Überblick über die wichtigsten Systeme rund ums Fenster.
Heruntergefahrene Rollläden wirken bei Unwetter wie eine Schutzwand vor dem Fenster. Der Rollladenpanzer bietet dabei Schutz vor Hagelkörnern, herumfliegenden Ästen und Gegenständen. Wichtig ist jedoch: Der Rollladen darf auf gar keinen Fall nur halb heruntergelassen werden. Auch die Lüftungsschlitze müssen geschlossen sein. Andernfalls kann der Wind unter den Panzer greifen und den Behang beschädigen oder ganz aus der Führung reißen.
Ein geschlossener Rollladen an ungemütlichen Herbstabenden hat zudem einen gemütlichen Nebeneffekt. Der heulende Wind und das Prasseln des Regens sind nur gedämpft zu hören. Auch dient die Luftschicht zwischen Fenster und Rollladen als zusätzliche Wärmedämmung.
Praktisch sind automatische Wetterwächter, die bei motorisch betriebenen Anlagen auch in das Smart-Home-System eingebunden werden können. Sie erkennen nicht nur, wenn die Sonne scheint, sondern auch, wenn der Wind zu stark wird. Dann bringen sie Markisen, Raffstoren oder andere dafür geeignete Sonnenschutzsysteme automatisch in die vorgesehene Schutzstellung. So muss bei den ersten kräftigen Böen niemand durchs Haus laufen und jede Anlage einzeln bedienen. Und wenn die Sonne wieder scheint, können die Sonnenschutzsystem wieder automatisch ausfahren.
Foto: Roma KG
Sonnenschutz- und Smart-Home-Systeme können staatlich gefördert werden. Wichtig ist: Nach der Abstimmung mit dem Fachbetrieb wird zunächst ein Auftrag unter Fördervorbehalt erteilt. Danach kann der Förderantrag gestellt werden. Mit der Förderzusage wird der Auftrag verbindlich. Eigentümer sollten sich deshalb frühzeitig informieren und die Förderfähigkeit mit dem Fachbetrieb oder einer Beratungsstelle klären.
Eine erste Orientierung bietet das Wissensportal „Fenster können mehr“. Dort finden Interessierte Informationen rund um moderne Fenster und Türen, Hinweise zu möglichen Fördermitteln sowie Unterstützung bei der Suche nach qualifizierten Fachbetrieben in der Nähe.